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Pressestimmen

Handicap Fanclub ist immer auf Achse

Der Handicap Fan Club Nationalmannschaft hat das Länderspiel in Dortmund zu einem Mitgliedertreffen genutzt und eine beeindruckende Bilanz der zurückliegenden Monate gezogen. "Bis auf das Spiel in Italien im November 2013 haben wir zu jedem Auswärts-Länderspiel eine Reise angeboten", verkündete Fan Club-Betreuer Thomas Vorberger.

Der Höhepunkt war natürlich auch für die Handicaps im Fan Club die Weltmeisterschaft. Ab dem Achtelfinale bis zum Finale gab es zu jedem Spiel ein Angebot. Kein Wunder, dass der Ableger des Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola immer weiter wächst. Unter den 167 Mitgliedern sind mittlerweile sieben Sehbehinderte und auch in Österreich gibt es jetzt zwei Mitglieder. "Auch die Zahl der Fans ohne Behinderung ist enorm, so dass wir mittlerweile von einem integrativen Fan Club sprechen können", betont Thomas Vorberger stolz. Beim Länderspiel im März gegen Chile waren zum Beispiel 38 Rollstuhlfahrer, vier Sehbehinderte und 54 "normale" Mitglieder mit dabei.

Nicht nur bei der A-Nationalmannschaft

Die Mitglieder des Handicap Fanclub sind nicht nur bei der A-Nationalmannschaft dabei, sondern unterstützen auch die Junioren-Teams und die Frauen. Frank Menke etwa besucht alle Länderspiele der Frauen, war beim EM-Titel in Schweden mit dabei und ist ohnehin bei fast allen Auswärtsspielen der Frauen vor Ort.

Der Handicap-Fanclub ist auch abseits des Fußballplatzes aktiv. Im April wurde das Stadionfest des 1. FC Magdeburg unterstützt und im Mai war der Fan Club beim Sommerfest des Gehörlosenzentrums in Essen und hat mit dem Fan Club-Bus, dem Speed-Cage und zahlreichen gesponserten Preisen für viel Begeisterung gesorgt.

Auch bei den kommenden Länderspielen ist der Handicap-Fan Club wieder mit dabei. Zum Länderspiel im Oktober in Warschau wird sich eine größere Gruppe auf den Weg machen und zum Länderspiel gegen Irland in Gelsenkirchen drei Tage später sind stattliche 143 Tickets geordert worden.

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Fan Club-Bus besucht Internat für Hörgeschädigte in Essen

Große Gruppe: Der Fan Club-Bus in Essen.

Große Gruppe: Der Fan Club-Bus in Essen.

Das Internat für hörgeschädigte Schüler in Essen hatte zum Sommerfest eingeladen und alle waren da – auch der Fan Club-Bus. Der Doppeldecker war der zentrale Punkt und Hingucker für alle Gäste. „Der Bus hat sogar die Nachbarn angezogen“, erzählt Thorsten Mühlberg, der Mitglied im Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola ist und im Essener Internat arbeitet.

Das Motto des Sommerfests hieß „WM 2014“. Da passte das rote Kultmobil natürlich prächtig dazu. Fan Club-Betreuer Thomas Vorberger war zudem vor Ort, um über den Handicap-Fan Club zu informieren. Auch der Speedcage war in Essen im Einsatz – und ständig belegt. Aus gutem Grund. Viele Schüler besitzen einen strammen Schuss. Mehrfach wurden mehr als 90 Stundenkilometer gemessen. Bei Gewinner Steffen Bölker sogar stolze 113 Stundenkilometer.

Beliebtes Motiv: Mannschaftsfoto.

Beliebtes Motiv: Mannschaftsfoto.

Die hörgeschädigten Kinder und Jugendlichen waren aus dem ganzen Bundesgebiet angereist. Das Engagement des Fan Club erleichterte es ihnen, neue Kontakte untereinander zu knüpfen. Thorsten Mühlberg zumindest war richtig glücklich: „Der Besuch des Fan Club war eine große Bereicherung für das Sommerfest und eine tolle Einstimmung auf die WM. Ich bin mir sicher, wir haben damit eine nachhaltige Wirkung bei den Schülern erzielen können.“

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weitere Fotos in der Bildergalerie

Alster-Rundfahrt als Intro für den Fußball-Abend

Alle Mann an Bord: Der Fan Club legt ab.

Alle Mann an Bord: Der Fan Club legt ab.

Es war nicht Captain Jack Sparrow. Nicht die „Black Pearl“. Nicht die Karibik. Und auch kein Piraten-Film aus Hollywood. Dennoch haben sich mehr als 70 Mitglieder des Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola bestens unterhalten gefühlt. Zur Einstimmung auf das Länderspiel gegen Polen folgten sie einer Einladung des Fan Clubs. Sie schipperten in Hamburg über die Alster. Mit Kapitän Stoll am Steuerrad. Auf der „MFS Bredenbek“. Knapp zwei Stunden lang – also in Spielfilm-Länge.

Unterwegs gab es denn auch keine Meuterei oder sonstige Turbulenzen. Noch nicht einmal Hamburger Schmuddelwetter versuchte die Stimmung zu trüben. Die Sonne lachte. Dabei fuhr der traditionelle Alsterdampf doch unter falscher Flagge. Die Flagge des Fan Club Nationalmannschaft schmückte weithin sichtbar das Schiff. Ungewöhnlich auch, dass von Deck weder Seemannslieder noch Liedgut von der Waterkant erklang. Fußball-Songs und Stadionlieder erklang aus Boxen wie Kehlen.

Schiff, Ahoi! Die Fans stimmen sich auf der Alster auf das Polen-Spiel ein.

Schiff, Ahoi! Die Fans stimmen sich auf der Alster auf das Polen-Spiel ein.

Die Passagiere haben beste Laune

Dazwischen immer wieder die melodische Stimme von Kapitän Stoll. Erklärungen zu dem, was zu sehen ist. Die Fahrt geht vorbei an luxuriösen Villen, urigen Schrebergärten und grünen Uferpartien. Da steckt viel Vergangenheit drin, viele Geschichten. Und in den Gläsern stecken Freigetränke drin – von Coca-Cola zur spendiert. Was sonst noch verteilt wird? Fan-Utensilien – Fahnen und was man im Stadion braucht.

Kein Wunder also, dass die Passagiere gute Laune haben. Die Atmosphäre ist entspannt. Die Vorfreude auf das Spiel am Abend spürbar. Es ist kein Problem ins Gespräch zu kommen. Die Themen liegen auf der Hand. Länderspiel, Weltmeisterschaft, Fan-Kurve. Piraten-Filme nur ganz am Rande. „Die Stimmung an Bord war klasse“, sagt Fan Club-Betreuer Thomas Vorberger, nachdem das Schiff am Jungfernstieg wieder angelegt hatte. Und die Umstehenden stimmen ihm zu: „Nette Menschen hier!“ „Geile Stimmung!“

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EM-Qualifikation schürt die Reiselust der Fans

So feiern die Iren. © Bongarts/GettyImages

So feiern die Iren.

Die Auslosung der Qualifikationsgruppen zur EM 2016 fand erst vor wenigen Wochen statt, da vermelden die ersten Betreuer im Fan Club Nationalmannschaft powered bei Coca-Cola schon ausverkaufte Touren. Die Freude nach der Auslosung war überall groß, besonders freuen sich die Mitglieder demnach auf die Begegnungen mit Schottland und Georgien.

„Kaum noch Plätze frei für Schottland“, vermeldet Daniel Rohde

Daniel Rohde war erstaunt über die große Nachfrage. „Die Leute in meiner Sektion sind ganz heiß auf Schottland“, sagt er. Der Bochumer will eine Flugreise mit mehrtägigen Aufenthalt in Glasgow anbieten. „Ich habe schon über 40 Vorbuchungen und kaum noch freie Plätze“, berichtet er.

Auch Florian Jordan hat seinen Blick Richtung Großbritannien gerichtet. „Wir freuen uns sicherlich besonders auf Schottland. Wir waren im März 2013 zum Länderspiel Schottland gegen Wales im Hampden Park und es war einfach super“, erzählt der Hamburger. Generell will er zu allen Auswärtsspielen in der EM-Qualifikation eine Fahrt anbieten.

Stadion-Style in Schottland. © Bongarts/GettyImages

Stadion-Style in Schottland.

„Georgien ist ein Knaller, da wollen wir fünf Tage hin“

Auch aus dem Nordosten wird sich eine Reisegruppe des Fan Club nach Schottland auf den Weg machen. Zudem plant Christian Meiske eine Fahrt zum Spiel in Polen. Thomas Vorberger vom Handicap-Fan Club hat Polen ebenfalls auf der Rechnung und will eine dreitägige Tour anbieten, bevor es von dort dann gleich weiter auf die Insel geht. „Glasgow und Dublin sind ein Muss“, sagt Vorberger. Am meisten freut er sich aber auf den Ausflug in den Kaukasus. „Georgien ist ein Knaller, da wollen wir fünf Tage machen.“

Bei André Heindl war die Freude über die Auslosung besonders groß: „Es wurden drei Wunschziele gezogen.“ Die Sektion Nordbayern plant daher je dreitägige Touren nach Schottland und Georgien sowie bis zu sieben Tage beim möglichen Gastspiel gegen Gibraltar an der Algarve in Faro. Auch Fan-Betreuer Tom Roeder ist schon euphorisch. „Die Sektion Rheinland fährt überall hin und ist überall vor Ort.“

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Erst Hochzeitsglocken, dann Fan-Gesang

Unterwegs: Fan Club-Betreuer Thomas Vorberger.

Unterwegs: Fan Club-Betreuer Thomas Vorberger.

Den Überblick hat Thomas Vorberger längst verloren. Der Fan Club-Betreuer weiß nicht, wie viele Länderspiele er schon im Stadion gesehen. Seit 1996 begleitet er die Nationalmannschaft regelmäßig. Auch in diesem Jahr hat er wieder zwölf Länderspiele besucht.

„Das ist so Durchschnitt“, sagt Thomas Vorberger gelassen. Dennoch war das Jahr 2013 für ihn etwas ganz Besonderes: Denn er hat das Angenehme mit dem Nützlichen verbunden und seine Hochzeitsreise zum WM-Qualifikationsspiel nach Färöer gemacht.

„Das hat gepasst wie die Faust aufs Auge“

Seine Frau Bente hat er im September vor zwei Jahren beim Länderspiel gegen Polen in Danzig kennengelernt. Als sie Hochzeitspläne schmiedeten, war klar, der Trautermin sollte rund um den Kennenlerntag liegen. „Dass am ersten September-Wochenende das WM-Qualifikationsspiel auf den Färöern war, hat dann natürlich gepasst wie die Faust aufs Auge“, sagt Thomas Vorberger. Die beiden Mitglieder im Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola waren sich daher schnell einig, die Hochzeitsreise der etwas anderen Art zu planen.

Trauen ließen sich die Beiden auf dem Segelschiff „Seute Deern“ in Bremerhaven. Danach ging es direkt zum WM-Qualifikationsspiel gegen Österreich nach München. Von dort jetteten sie weiter nach Kopenhagen, verbrachten dort zwei Tage und flogen weiter auf die Färöer. Die Insel im Nordatlantik hat Thomas Vorberger im Länderspieljahr 2013 am besten gefallen: „Die Landschaft ist schon grandios.“ Erkundet haben die Frischvermählten den Inselstaat nicht nur bei einer Rundfahrt, sondern auch noch während einer Schiffstour.

Länderspiel-Absagen nur aus triftigen Gründen

Neben den Länderspielen in München und Torshavn war der 50-Jährige bei weiteren sechs Länderspielen der Männer und vier Länderspielen der Frauen. Vor allem die Auswärtsfahrten sind für Thomas Vorberger „Highlights“. Häufig bietet er den Mitgliedern des Handicap-Fan Club eine Reise zu den Länderspielen an. Bei den Länderspielen der Frauen mag er die familiäre Atmosphäre. „Dort gehen alle mehr aufeinander zu und es gibt nicht so die Vereinsschiene wie bei den Männern.“

Wenn Thomas Vorberger mal ein Länderspiel der Männer verpasst, dann nur aus einem triftigen Grund. Während der USA-Reise hat er bei der Fan-Meisterschaft von Werder Bremen geholfen, zeitgleich zum Länderspiel in Mailand gegen Italien stand eine Familienfeier an.

Hochzeitsreise zum Länderspiel: Thomas Vorberger.

Hochzeitsreise zum Länderspiel: Thomas Vorberger.

Planung für die WM läuft auf Hochtouren

Natürlich laufen die Planungen von Thomas Vorberger für 2014 schon auf Hochtouren. Die WM will er ab dem Viertelfinale besuchen. Früher kann er aus Kostengründen nicht und weil seine Frau nicht mehr Urlaub bekommt. „Ich bleibe dafür bis zum 15. Juli und komme als Weltmeister zurück“, ist sich Thomas sicher. „Wir sind einfach dran.“ Bereits 2002 war er in Japan und Südkorea. „Das Endspiel Deutschland gegen Brasilien will ich noch einmal sehen, aber diesmal mit einem anderen Ergebnis.“

Einen weiteren Wunsch hat Thomas Vorberger noch für die Auslosung der EM-Qualifikation im Februar. „Ein osteuropäisches Land als Gegner wäre schön, das finde ich interessanter als Westeuropa.“ Unabhängig von der Auslosung hat er sich aber schon alle Termine für die EM-Qualifikationsspiele im kommenden Jahr im Kalender markiert.

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Detailplanung für den Handicap-Fanclub

 Wenn der Handicap-Fanclub am heutigen Donnerstag in Richtung Dublin aufbricht, hat Thomas Vorberger wieder alle Hände voll zu tun. Der Betreuer des Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola organisiert die Reisen für die Rollstuhlfahrer und muss dabei viel mehr Dinge beachten, als viele glauben. Trotzdem freut sich der 49-Jährige riesig auf den Trip auf die grüne Insel: „Das könnte ein ganz besonderes Erlebnis werden.“

Sein erstes Länderspiel hat Thomas Vorberger im November 1995 in Berlin besucht. Ein 3:1 gegen Bulgarien. Seit der EM 1996 ist der gebürtige Sachse regelmäßig bei der Nationalmannschaft dabei. Und nachdem er vor etwa zwölf Jahren bei einem Länderspiel großes Pech hatte, weil er rund 100 Kilometer vom Spielort entfernt in einem Golfhotel einquartiert wurde, organisiert Thomas Vorberger Reisen zu Länderspielen selbst, auch für größere Gruppen.

Weil im März 2003 erstmals eine Rollstuhlfahrerin bei ihm eine Länderspiel-Reise buchte, bietet er die Auswärtsfahrten für gehandicapte Fans an. Und mit der Gründung des Handicap-Fanclub im November 2006 hat sich die Arbeit von Thomas Vorberger als Reiseorganisator noch mal ein Stück weiter professionalisiert. Denn um Rollstuhlfahrern eine organisierte Reise ins Ausland anbieten zu können, muss einiges an Vorarbeit geleistet werden.

Umfangreiche Detailplanung

Das geht schon bei der Wahl der Fluggesellschaft los. „Ich weiß das aus eigener Erfahrung, dass es Airlines gibt, die einen mit den Rollstühlen schon mal einfach stehen lassen“, erzählt Thomas Vorberger. Ohnehin dürfen aus Sicherheitsgründen nur zwei Rollifahrer pro Flieger mit. Beim WM-Qualifikationsspiel in Dublin werden aber sechs Rollstuhlfahrer des Fan Club Nationalmannschaft dabei sein. Daher reisen die Mitglieder immer in verschiedenen Fliegern an und treffen sich erst im Hotel.

Wo dann das nächste Problem warten könnte. „Die meisten Hotels haben nicht ausreichend rollstuhlgerechte Zimmer. Wir nehmen daher häufig zwei Hotels, die nebeneinander liegen“, sagt Thomas Vorberger. In Dublin konnte jedoch eine Unterkunft gefunden werden, die über ausreichend behindertengerechte Zimmer verfügt.

Im Aviva-Stadion im Irland-Block

Vor Ort angekommen, taucht dann meist das Transportproblem auf. „Wir müssen immer eine Sternfahrt organisiert, da pro Bus nur ein oder zwei Rollifahrer mitkönnen.“ Die Stadtrundfahrten plant Thomas Vorberger daher zumeist selbst und realisiert sie mit der U-Bahn. Vorab macht er sich über die behindertengerechten Bahnstationen am Spielort schlau. In Dublin steht zudem eine Vorstandssitzung des Handicap-Fanclub auf dem Programm.

Der Handicap-Fanclub in Wien © privat

Der Handicap-Fanclub in Wien

Trotz der Arbeit kommt für Thomas Vorberger bei den Länderspielen der Spaß nicht zu kurz. Ein absolutes Highlight war für ihn letzte Spiel im Wembley-Stadion im Oktober 2000, als 6.000 deutsche Fans noch eine Stunde nach Spielschluss im Stadion ausharrten und sangen. „Wenn ich davon berichte, bekomme ich jedes mal noch Gänsehaut“, verrät der 49-Jährige.

Gut möglich, dass auch in Dublin wieder eine solcher Gänsehaut-Moment ansteht. Denn die Rolli-Fahrer und ihre Begleiter haben ihre Plätze mitten im irischen Fan-Block. „Wenn die Iren wieder so singen wie bei der EM, wird das sicherlich großartig“, freut sich Thomas Vorberger.

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Reisefreudige Rollis ziehen Jahresbilanz

Zufriedenstellende Bilanz: der Handicap Fanclub © dfb

Zufriedenstellende Bilanz: der Handicap Fanclub

Nur bei einem einzigen Länderspiel unserer Nationalmannschaft in den vergangenen zwölf Monaten waren keine Mitglieder des Handicap Fanclub. Die reisefreudigen und fußballbegeisterten Rollstuhlfahrer trafen sich am Mittwoch im Vorfeld des Länderspiels in Frankfurt zur Mitgliederversammlung und zogen eine zufriedene Jahresbilanz.

Der Tätigkeitsbericht des Handicap Fanclub liest sich in der Tat beeindruckend. Seit vergangenem September besuchten die Mitglieder 13 Länderspiele, nur beim Freundschaftsspiel im vergangenen November in Kiew (3:3) war niemand vor Ort. Ein kleiner Wermutstropfen während der EURO war sicherlich die Stornierung von Rollitickets beim Viertelfinale in Danzig.

Einziger Wermutstropfen: das EM Viertelfinale in Danzig

Obwohl Fan Club-Betreuer Thomas Vorberger bereits im vergangenen Dezember bei der UEFA verbindlich Tickets buchte und schriftlich zugesagt bekam, gab es am Ende eine Stornierung, da die UEFA die herkömmlichen Plätze der Rollstuhlfahrer für ein zusätzliches Fernsehstudio benötigte. So waren dann beim Viertelfinale in Danzig zwar Mitglieder des Handicap Fanclub, aber leider keine Rollifahrer vor Ort.

Die Mitgliederzahl ist indes in den vergangenen zwölf Monaten erneut angestiegen und liegt jetzt bei 169. Und die Unterabteilung des Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola hat in diesem Jahr noch so einiges vor. Zum Länderspiel in Wien im September ist ein Treffen mit den österreichischen Kollegen geplant und im Oktober zum Länderspiel in Dublin wird eine richtig große Gruppe des Handicap Fanclub vor Ort sein.

Im kommenden Jahr wollen die Mitglieder dann auch beim Cup der Fans teilnehmen und ein eigenes Team stellen. Wir sind gespannt!

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Handicap-Fan Club wächst stetig

ein Bericht von Oliver Treutsch auf der Webseite des Fanclub Nationalmannschaft

Elber übergibt Fan Club-Spende

Elber übergibt Fan Club-Spende STUTTGART (ot) — Die Mitglieder des Handicap-Fanclubs staunten nicht schlecht, als kein geringerer als Giovane Elber ihre Mitgliederversammlung in Stuttgart besuchte. Der ehemalige Bundesliga-Torschützenkönig weilte vergangene Woche zum Länderspiel gegen Brasilien in der schwäbischen Metropole und ließ es sich nicht nehmen, einen Scheck des Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola in Höhe von 500 Euro zu überreichen. Elber brachte jede Menge gute Laune mit in die Mitgliederversammlung in der Niederlassung eines Automobilherstellers. Auf die Frage der Mitglieder, was er denn mittlerweile mache, antworte Elber Giovane de Souza launig: „Man könnte sagen, Fleischverkäufer.“ Der 39-Jährige betreibt mittlerweile eine Rinderfarm in seiner Heimat. Trotzdem ist Elber, der 270 Bundesliga-Partien für den VfB Stuttgart, Bayern München und Borussia Mönchengladbach bestritt, aber natürlich immer noch ein Kenner der Fußball-Szene. Während des Länderspiels war Elber ARD-Experte und sich auch vor dem Anpfiff schon ganz sicher, wer das Spiel gewinnen würde. „Ich tippe auf Deutschland, die deutsche Mannschaft hat im Moment einfach die Nase vorn und eine gute Mischung aus jung und alt beisammen“, ließ Elber die Mitglieder wissen. Der Scheck, den Elber überreichte, war übrigens ein Teil der Spenden, die die Mitglieder des Fan Club Nationalmannschaft durch den Kauf von Länderspiel-Buttons und T-Shirts ermöglichten. "Wir haben und über den Besuch von Giovane Elber und über die Spende sehr gefreut. Vielen Dank an den Fan Club", sagte Thomas Vorberger im Namen des Handicap-Fanclubs, der mittlerweile 155 Mitglieder hat. Auch das restliche Spendengeld wird natürlich noch in diesem Jahr einem guten Zweck zukommen. Mehr dazu erfahrt ihr in Kürze!

Reisefreudige Rollis ziehen Jahresbilanz

17.08.2012·14:15·Fan Club intern

Reisefreudige Rollis ziehen Jahresbilanz

Nur bei einem einzigen Länderspiel unserer Nationalmannschaft in den vergangenen zwölf Monaten waren keine Mitglieder des Handicap Fanclub. Die reisefreudigen und fußballbegeisterten Rollstuhlfahrer trafen sich am Mittwoch im Vorfeld des Länderspiels in Frankfurt zur Mitgliederversammlung und zogen eine zufriedene Jahresbilanz.

Der Tätigkeitsbericht des Handicap Fanclub liest sich in der Tat beeindruckend. Seit vergangenem September besuchten die Mitglieder 13 Länderspiele, nur beim Freundschaftsspiel im vergangenen November in Kiew (3:3) war niemand vor Ort. Ein kleiner Wermutstropfen während der EURO war sicherlich die Stornierung von Rollitickets beim Viertelfinale in Danzig.

Einziger Wermutstropfen: das EM Viertelfinale in Danzig

Obwohl Fan Club-Betreuer Thomas Vorberger bereits im vergangenen Dezember bei der UEFA verbindlich Tickets buchte und schriftlich zugesagt bekam, gab es am Ende eine Stornierung, da die UEFA die herkömmlichen Plätze der Rollstuhlfahrer für ein zusätzliches Fernsehstudio benötigte. So waren dann beim Viertelfinale in Danzig zwar Mitglieder des Handicap Fanclub, aber leider keine Rollifahrer vor Ort.

Die Mitgliederzahl ist indes in den vergangenen zwölf Monaten erneut angestiegen und liegt jetzt bei 169. Und die Unterabteilung des Fan Club Nationalmannschaft powered by Coca-Cola hat in diesem Jahr noch so einiges vor. Zum Länderspiel in Wien im September ist ein Treffen mit den österreichischen Kollegen geplant und im Oktober zum Länderspiel in Dublin wird eine richtig große Gruppe des Handicap Fanclub vor Ort sein.

Im kommenden Jahr wollen die Mitglieder dann auch beim Cup der Fans teilnehmen und ein eigenes Team stellen. Wir sind gespannt!

Werksführung mit Rolli-Express

Seit längerem ist bekannt, dass BMW viel für behinderte Autofahrer tut und ein umfangreiches Fahrhilfenprogramm aufgelegt hat. im November wurden Menschen mit Handicap erstmals offlzlell zu einer Führung ins Münchner Stammwerk eingeladen. Neben der Besichtigung der Autoproduktion auf beispielhaft barrierefreien Wegen konnten in der neuen BMW Welt auch einige von der REHA Group umgerüstete Fahrzeuge bewundert werden. Besonders die Rollstuhlfahrer Im auf kleine Gruppen aufgeteilten Besuchertross nehmen das BMW-Motto „Freude am Fahren“ wörtlich: Sie flitzen die zahlreichen langen Rampen mit Lust hinunter und bewältigen die Steigerungen souverän. „Hier könnte man glatt einen Marathon der besonderen Art veranstalten“, sagt Rainer Langmeyer. Der Rollstuhlgolfer aus Ortenburg ist wie alle Teilnehmer begeistert von der durchgehenden Barrierefreiheit auf der mehr als zwei Kilometer langen Besucherstrecke durchs BMW Werk in München. Die sogenannte Produktionsmeile, ein ausgeklügeltes System von Lauf- bzw. Rollwegen, wurde im Oktober 2007 zeitgleich mit der Eröffnung der neuen BMW Welt eingerichtet. Meist geht es hoch über den Köpfen der Mitarbeiter durch insgesamt elf Hallen, in denen den Besuchern sämtliche Technologien der Automobilproduktion zugänglich gemacht werden: Presswerk, Karosseriebau‚ Lackiererei, Motorenbau,Ausstattungs- und Sitzfenigung sowie Montage. „Wir wollten den laufenden Betrieb möglichst wenig stören, den Besuchern aber einen authentischen Einblick ermöglichen“, erklärt Jürgen Pohl, der von Seiten der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit bei BMW in die Planungen eingebunden war. Auf die Barrierefreiheit wurde dabei von vornherein geachtet: Neun Aufzüge und Lifte sowie vier rollstuhlgerechte WCs ergänzen die zahlreichen Rampen, deren Brüstungen transparent verkleidet sind, sodass auch Rollstuhlfahrer und Kinder alles im Blick behalten. „An einigen Stellen führen die Rampen aus mehr als 11 Metern Höhe über drei Ebenen nach unten“, erzählt Jürgen Pohl.

„Der Zeittakt für die Roboter beträgt eine Minute, aber nicht mehr als elf Roboter können gleichzeitig an einer Karosserie arbeiten“, erklärt Doris Lönner zurück auf dem Boden der Tatsachen. Sie führt die staunenden Besucher zuletzt in die Lackiererei, wo die Arbeit ebenfalls von Industrierobotern verrichtet wird. „Etwa 100 Quadratmeter werden an einem Auto im Tauchbad lackiert.“ Trotz des hohen Automatisierungsgrades arbeiten im BMW-Stammwerk 9.000 Menschen, denn vieles bleibt Handarbeit. So werden etwa die Ledersitze in München noch selbst genäht. Vorallem aber wird hier die gesamte BMW 3er-Reihe produziert, 900 Limousinen und Tourings rollen täglich vom Band. Hinzu kommt die Tagesproduktion von 1.400 hochwertigen 6-, 8-, 10- und 12-Zylinder-Motoren für die verschiedenen BMW-Baureihen. Die Raumnot ist im 400.000 Quadratmeter großen Stammwerk, in dem ab 1955 schon die Isetta gebaut wurde, überall zu spüren. „Erst kam der Olympiapark für die Spiele 1972, seitdem ist die Stadt immer mehr ans Werk herangewachsen“, berichtet Doris Lönner. „Erweiterungsmöglichkeiten gibt es hier kaum mehr.“ Deutlich größer als die „Knutschkugel“ Isetta, aber nicht weniger liebenswert ist der Mini Clubman, der bei einer Stärkung in der „Halbzeitpause“ besichtigt werden kann. Der kleine Kombi, den wir in der nächsten Ausgabe testen werden‚ wurde von der REHA Group in Unterschieißheim mit einem Drehsitz auf der Beifahrerseite, Kofferraumlifter und Sprachsteuerung für einige Bedienfunktionen behindertengerecht ausgestattet. Ebenso bestaunt wird im weiteren Verlauf der Führung vor allem die pompöse „Hochzeit“ in der Montagehalle, bei der Antriebsstrang und Karosserie des BMW 3er völlig reibungslos zueinander finden und so Ihre feste Verbindung fürs Autoleben eingehen. Der letzte Produktionsabschnitt endet dann auf dem Rollenprüfstand, wo das Auto in voller Fahn noch einmal auf Herz und Nieren getestet wird. Die Übergabe an die Kunden erfolgt dann in der neuen BMW Welt, einem futuristischen Gebäude mit großen Ausstellungs und Erlebnisbereichen. Hier werden den Besuchern mit Handicap weitere Interessante Fahrzeuge präsentiert. Der schicke BMW 525d Touring mit Handbediengerät für Gas und Bremse ist etwa der Dienstwagen von Franz-Josef Aurachen der nach einer Tumorerkrankung querschnittgelahmt und seit zwei Jahren auf den Rollstuhl angewiesen ist. Das hindert den 47-jährigen, der im BMW-Vertrieb für das Aftersales Prozesse und Qualität zuständig und somit eine Art Unternehmensberater in Sachen Kundenzufriedenheit ist, nicht daran, bis zu 60.000 Kilometer im Jahr mit dem Auto zurückzulegen, um die Händler und Niederlassungen zu besuchen. in seinem Dienstwagen kommt das Intelligente BMW Connected Drive zum Einsatz, einp ersönlicher Asslstent, der die drei Dienste BMW Assist, BMW Online und BMW TeleServices miteinanderverknüpft. Für behinderte Autofahrer wie Auracher besonders sinnvoll: BMW Assist sendet nach einem Unfall, der den Airbag oder die Verformungssensoren auslöst. automatisch einen Notruf mit den exakten Positionsdaten an die Rettungsleitstelle. Über das mobile internetportal BMW Online kann man Informationen über barrierefreie Angebote abrufen. Oder man telefoniert einfach mit dem BMW Auskunftsdienst: Wie kompetent man dabei etwa bei der Suche nach einem rollstuhlgerechten Hotel in München beraten wird, überzeugt bei einem spontanen Probeanruf auch die ortskundigen Rollstuhlfahrer in der Besuchergruppe.

Beim ebenfalls ausgestellten BMW X3 3.0si hat die REHA Group als offlzieller Umrüstpartner von BMW mit einem Ladekran im Heck. Multikommander am Lenkrad und Gaspedalverlegung auf links Ihre Muskeln spielen lassen. Ganz leicht und flockig kommt dagegen das BMW 1er Cabrio mit Handbediengerat daher. Es weckt an diesem kalten Novembertag schon kräftig die Vorfreude auf eine Spritztour im nächsten Frühling.

 

 

Quelle: HANDICAPED 4/2008

Danke

nicht zuletzt dank Ihrer tollen Unterstützung mit DFB-Fanartikeln ist der 4. BT des 1. FC Magdeburg wieder ein voller Erfolg geworden!

Unserer Einladung folgten ca. 1.300 Fans mit Handicap am 06.04.2013 in die MDCC Arena Magdeburg. Leider spielte diesmal das Wetter nicht so richtig mit. Es war sehr Kalt, bei nur 4° C! Aber bei Sport, Unterhaltung und guter Verpflegung konnte man es aushalten.

Für einen kleinen Eindruck, ein paar Fotos im Anhang.

 

Ich möchte mich im Namen des Behindertenfanbeirates des 1. FC Magdeburg nochmals für Ihre Unterstützung bedanken und Sie bereits Heute für das nächste Jahr einladen, wenn es wieder heißt: "Blau Weiße Begeisterung kennt kein Handicap!"

 

Mit Blau Weißen Grüßen

Gerald Altmann

Behindertenfanbeauftragter des 1. FC Magdeburg e. V.

Engagement mit Kick

"Unser Verein motiviert Behinderte zu mehr Eigeninitiative, um die häusliche Isolation zu überwinden. Er erleichtert ihnen die Teilnahme am öffentlichen Leben", sagt Caspar W. Solt, BMW Mitarbeiter und zweiter Vorsitzender des Handicap Fanclubs Fußball Nationalmannschaft e.V. Am 11. Oktober 2008 war der Verein in Dortmund zu Gast zuerst in der BMW Niederlassung Dortmund, dann im Stadion zum Länderspiel.

Nach der Fußball-Weltmeisterschaft 2006 in Deutschland wurde der Handicap Fanclub Fußball Nationalmannschaft e.V. gegründet. Der Hintergrund: Obwohl Barrierefreiheit bei der WM 2006 groß geschrieben wurde, waren nicht alle Betroffenen mit der Arbeit des DFB einverstanden. Also nahmen die Fans die Dinge kurzerhand selbst in die Hand. Im November 2006 entstand der Verein, der sich für die Interessen von Behinderten einsetzt und zugleich zuständig ist für alle Ticketkontingente für Behinderte - und zwar für alle Länderspiele der Nationalelf in Deutschland.

Barrierefreiheit als Ziel
Am 11. Oktober 2008 war der Verein mit seinem jährlichen Mitgliedstreffen in der BMW Niederlassung Dortmund zu Gast - schließlich wurde an diesem Wochenende das Länderspiel gegen Russland in der Stadt ausgetragen. Die BMW Niederlassung Dortmund bereitete dem Verein einen herzlichen Empfang. Gotthold Heim, Leiter der BMW Niederlassung Dortmund, betonte: "Wir haben den Verein zu diesem besonderen Anlass sehr gerne bei uns. Seine Nähe zu BMW zeigt, dass Behinderungen nicht im Widerspruch zu Sportlichkeit und automobiler Leidenschaft stehen müssen." Caspar W. Solf, der selbst als Leiter Strategie, Planung und Steuerung Aftersales Vertrieb Deutschland bei der BMW arbeitet, ergänzt: "Wir treffen uns gern in den BMW Niederlassungen. Wir waren schon in Nürnberg, Düsseldorf und München". Ein weiterer Anknüpfungspunkt: Mit seinem innovativen "BMW Stay mobile" Konzept spricht BMW gezielt die Bedürfnisse behinderter Menschen an. Durch Modifikation von BMW Fahrzeugen wird Betroffenen trotz körperlicher Einschränkungen ihre Mobilität so weit es geht ermöglicht. Vielfältige Ein- und Umbauten für alle BMW Baureihen stehen zur Auswahl. Freude am Fahren wird so auch für Fahrer mit Handicap erlebbar.

Derzeit hat der engagierte Fanclub etwas mehr als 100 Mitglieder. Das Ziel: Alle sollen das Fußballvergnügen möglichst optimal verfolgen können. "Wir haben sogar blinde Mitglieder, die im Stadion Kopfhörer bekommen und dann den Radiokommentar hören", erklärt Caspar W. Solf. So konnten alle beim 2:1 Sieg der deutschen Mannschaft live mitfiebern.

ddp-Korrespondentin Christiane Jack

Mit dem Rollstuhl zur EM

Mit seinem elektrischen Rollstuhl kurvt Gerhard Höck über den Neuen Platz im österreichischen Klagenfurt. Heute ist kein Spieltag in der Gastgeberstadt der Fußball-EM. Der Platz vor der Leinwand ist fast leer. Höck ist enttäuscht. «Hier laufen auf der ganzen Fanmeile nur 100 Leute rum. Das ist traurig», sagt er. Der Mann aus Oberbayern ist mehr Trubel gewöhnt. Bei der Fußball-WM 2006 fuhr er mit seinem Rollstuhl durch dichte Menschenmassen - auf den Fanmeilen in Berlin, München, Nürnberg und Köln. «Da ist Klagenfurt ein Dorf dagegen», sagt er. Der Fußballfan kommt viel herum - trotz halbseitiger Lähmung. Mit dem Handicap Fanclub der Nationalmannschaft reist er dem deutschen Team bei Länderspielen hinterher und genießt die EM in Österreich auch trotz der leeren Fanmeile in vollen Zügen.

Für Höck ist jede Reise eine Menge Aufwand. «Das ist alles nicht so einfach, ich bin immer auf Hilfe angewiesen», sagt er. Seit drei Jahren sitzt der Oberbayer im Rollstuhl - nach zwei Schlaganfällen und zwei Gehirnblutungen. Auch ein Herz- und Nierenversagen hat er hinter sich. Seitdem muss er drei Mal pro Woche zur Dialyse - egal ob EM ist oder nicht. «Ein Dialysezentrum ist nicht überall so leicht zu finden», erzählt Höck. Im vergangenen Jahr war er mit der National-Elf in London. Dort wurde er nicht fündig und musste eine Blutwäsche auslassen. «Das ist schon risikoreich», sagt er.

In Österreich ist dagegen alles durchorganisiert. Mit seinen Mitstreitern vom Handicap Fanclub wohnt Höck in einer Pension knapp 55 Kilometer von Klagenfurt entfernt. Jeden zweiten Tag fährt ihn Thomas Vorberger ins nächste größere Krankenhaus zur Dialyse. Vorberger organisiert alle Fahrten des Fanclubs. Er besorgt die Tickets, macht den Papierkram, sucht behindertengerechte Hotels und geht mit in die Stadien. Er sitzt nicht im Rollstuhl.

Der Handicap Fanclub wurde 2006 gegründet, kurz nach der Fußball-WM in Deutschland. «Da gab es große Probleme für Behinderte, ein Ticket zu kriegen», erzählt Vorberger. Karten für Rollstuhlfahrer habe es zwar gegeben. «Wer im normalen Fanclub der Nationalmannschaft war, wurde aber nicht als Behinderter registriert», sagt Waldemar Schwendemann. Der 63-Jährige hat den Fanclub mit aufgebaut und ist Vereinschef. Mit Deutschland-Trikot und Fanclub-Käppi rollt auch er über den Public-Viewing-Platz in Klagenfurt. Der Mann aus Baden-Württemberg sitzt seit 20 Jahren im Rollstuhl. «Bei der Gründung waren wir sofort über 50 Leute im Club», sagt er. Mittlerweile hat der Verein fast 100 Mitglieder.

Höck und Schwendemann sind nicht die einzigen aus dem Verein, die zur EM gefahren sind. 17 Mitglieder haben Karten für die Spiele in Klagenfurt ergattert, 20 sind während des Turniers im Stadion in Wien und 24 in Basel. Höck, Schwendemann und Vorberger waren am vergangenen Sonntag beim ersten EM-Spiel der deutschen Mannschaft im Klagenfurter Wörtherseestadion. Auch für den zweiten Auftritt der Deutschen haben sie Karten. Mit der Organisation bei der EM sind sie sehr zufrieden. Faire Ticketpreise, Stadionplätze mit guter Sicht, Parkplätze direkt auf dem Stadiongelände - «das ist alles gut gemacht», sagt Schwendemann, «auch in die Fanzone dürfen wir mit dem Auto direkt reinfahren.» Das habe es bei der WM in Deutschland nicht gegeben. Nur bei der Stimmung in der Fanmeile hakt es. «Dafür war die Atmosphäre im Stadion super», sagt er.

Höck und Schwendemann verpassen kein Heimspiel der deutschen National-Elf. Auch im Ausland sind sie oft dabei - in Irland, England, Tschechien, der Slowakei. Im Herbst steht Finnland auf dem Reiseplan, im kommenden Jahr Russland. «Wenn man krank ist, braucht man irgendein Hobby», sagt Höck, «Fußball lenkt ab.» Er fährt so oft mit der Nationalmannschaft mit, wie es geht. «Soweit die Füße trag en», sagt er mit einem kurzen Lächeln und surrt mit seinem Rollstuhl zurück zur Leinwand.